Aktuelles

Neustart des Schießsportgeschehens nicht vor September

Achim/Verden – Wo es normalerweise ziemlich laut zugeht, ist es derzeit ziemlich ruhig geworden. Die Rede ist vom Schießsport, sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport. Denn bedingt durch die Corona Pandemie ist auch beim Kreisschützenverband (KSV) Achim und beim KSV Verden der Sport komplett zum Erliegen gekommen. Und das voraussichtlich noch bis zum 31. August.

 

Daher trafen sich unlängst zu einem gemeinsamen Austausch bezüglich der aktuellen Situation und der weiteren Vorgehensweise des KSV die Kreisverbandspräsidentin Marie-Luise Friedrich aus Uphusen (KSV Achim) und der Kreisvorsitzende Steffen Müller aus Ahnebergen (KSV Verden). Insgesamt vertreten beide 58 Vereine und die beiden Kreisverbände sind das große Rückrat des Leistungs- und Breitensport „Schießsport“ im Landkreis Verden.

Der Deutsche Schützenbund (DSB) hatte zunächst alle Deutsche Meisterschaften, sowie internationale Schießwettbewerbe abgesagt. Davon betroffen sind natürlich auch die Leistungsschützen aus dem Kreis Verden, die unter anderem auch bei den Deutschen Meisterschaften in München, Hannover und Dortmund starten wollten.

Des Weiteren hat der Niedersächsische Sportschützenverband (NSSV)in diesem Jahr alle Landesverbandsmeisterschaften abgesagt. Auch die Bezirksligen (Sommerrunde) haben den Sportbetrieb eingestellt. Fernwettkämpfe in den diversen Disziplinen wurden ebenfalls abgesagt und finden erst wieder 2021 statt. Die Schützenfeste im Landkreis Verden fallen mit ihren Schießwettbewerben ebenfalls der Corona Pandemie und der Gesetzgebung zum Opfer. Und diverse Vereinsjubiläen können erst im kommenden Jahr gefeiert werden. Das gilt auch für die beiden Kreisverbandsfeste. Der KSV Verden trägt 2021 seine Schießwettbewerbe mit der anschließenden Feier beim SV Sehlingen aus. Auch der KSV Achim hat sein Fest abgesagt. Die Schießwettbewerbe sollten beim SV Etelsen ausgetragen werden, während das Verbandsfest stets in Bierden gefeiert wird. Beides wurde jetzt auf 2021 verschoben. Auch die jeweiligen Kreismeisterschaften und die Rundenwettkämpfe (Sommer) finden nicht statt. Beim KSV Verden fällt Ende Juni die Entscheidung zu den Rundenwettkämpfen.

Doch wie geht es weiter im Schießsport? Marie-Luise Friedrich und Steffen Müller lehnen sich dabei an die Vorgaben des NSSV vom 12. Mai und dem Schreiben der Niedersächsischen Landesregierung vom 15. Mai im Bezug zum Schießsport und deren Auflagen. Die Schießsportanlagen und Vereinsheime bleiben bis zum 31. August geschlossen, wobei es auch Ausnahmen gibt. Der Bundesstützpunkt in Hannover-Wülfel hat eingeschränkt geöffnet. Mit dem Sportgerät Kleinkaliber kann dort in den Disziplinen 50- und 100 Meter geschossen werden. Es gilt dort eine Übergangsregelung, wobei die Sportschützen das Kontaktformular und die weiteren Anweisungen beachten sollen.

Für die Schießstände im Landkreis Verden gilt, dass auch dort unter diversen Voraussetzungen Kleinkaliber Stände geöffnet werden, wenn es sich um „Offene Schießstände“ handelt und der Schütze unter einem Dach steht. Die Verantwortung unterliegt dann dem jeweiligen Schützenverein! Zu beachten ist dabei die „Aktuelle Information zum Corona Virus“ der Niedersächsischen Landesregierung vom 15. Mai. Wie ist die Sportausübung möglich?, was muss der Verein beachten?, Hygiene- und Abstandsregeln, welche Sportarten sind erlaubt?, wie viele Sportler dürfen trainieren?, wer öffnet die Schießsportanlagen? Zur Nutzung der Schießstände: die Regelungen basieren im Besonderen auf §1 (8) der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus vom 8. Mai 2020, den sportspezifischen Übergangsregelungen bei der Wiederaufnahme des Sportbetriebes in den Vereinen des DSB.

Auf Grund der gesetzlichen Vorgaben raten Friedrich und Müller unisono dazu, dass Sportgeschehen erst nach dem 1. September wieder aufzunehmen. Sollten sich positive Änderungen ergeben, werden die Mitglieder durch die jeweiligen Vorstände informiert. Doch wenn der Schießsport aktuell ruht, geht das Vereinsleben zumindest eingeschränkt weiter. Per Telefon, Mail oder im Gespräch über den Gartenzaun sollte sich schon mit den Mitgliedern der 58 angeschlossenen Vereine unterhalten werden, um diese auf dem neuesten Sachstand zu halten.

Beide Kreisverbände hoffen mehr denn je auf ein sportliches 2021. Dann wird es sicherlich auch wieder zur Traditionspflege der Schützenvereine kommen.
Quelle: Kreiszeitung.de

Bis auf weiteres fällt das Training für alle Sparten aus.

13.03.2020 – Empfehlung für Vereine, LFV, SB und Sportjugenden wegen COVID-19 (Corona)

Pressemitteilung 13. 3. 2020

LSB-Präsidium: Empfehlung für Vereine, Landesfachverbände, Sportbünde und Sportjugenden wegen COVID-19 (Corona)

Das Präsidium und der Vorstand des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen haben nach der Beschlussfassung der Niedersächsischen Landesregierung am heutigen Vormittag, den Schul-, KITA- und Hortbetrieb vom 16.03. bis zum 18.4.2020 einzustellen und den aktuellen politischen Erklärungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Telefonkonferenz am heutigen Freitag diese Erklärung für Sportvereine, Landesfachverbände sowie an die Sportbünde als Gliederungen des LSB beschlossen:

  1. Empfehlung für Sportvereine und Landesfachverbände

Der LSB empfiehlt seinen Mitgliedsvereinen und-verbänden ab sofort die vollständige Einstellung des Wettkampf-und Trainingsbetriebes zunächst bis zum 19. April 2020. Darüber hinaus empfehlen wir die Absage bzw. Verschiebung aller sonstigen Veranstaltungen, Aktivitäten und Maßnahmen in dem genannten Zeitraum. Hierzu zählen u.a. Maßnahmen der Aus-,  Fort- und Weiterbildung sowie Sportfachtagungen.

2. Regelung für Maßnahmen des LSB,  seiner Sportjugend und der Sportbünde als Gliederungen des LSB, der Akademie des Sports, des Lotto-Sport-Internats und des OSP Niedersachsen.

Der LSB und seine Sportjugend haben im Rahmen ihrer eigenen Verantwortung ihre sämtlichen Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie sämtliche Maßnahmen seiner Gliederungen ab heute bis zum 19. April abgesagt.

Die Akademie des Sports stellt den Tagungs- und Seminarbetrieb mit dem heutigen Tag bis 19.4. an ihren Standorten Hannover und Clausthal-Zellerfeld ein. Alle Belegungen für den genannten Zeitraum werden storniert.

Das Lotto Sportinternat wird ab dem 16.3.2020 bis zum 19.4.2020 geschlossen.

Der Betrieb des OSP Niedersachsen erfolgt – solange keine vollständige Schließung des Sportleistungszentrums (SLZ) angeordnet wird – für den Zeitraum vom 16.03.2020 bis zum 19.04.2020 in deutlich eingeschränktem Umfang. Die Betreuung in den einzelnen Servicebereichen des OSP Niedersachsen (Laufbahnberatung, Sportpsychologie, Ernährungsberatung, Trainingswissenschaft, Athletiktraining, Sportmedizin, Sportphysiotherapie) wird für diesen Zeitraum ausschließlich für ausgewählte volljährige Bundeskader auf ein Mindestmaß reduziert. Dabei werden insbesondere persönliche Kontaktzeiten durch alternative Formen der Beratung (Telefon, Skype o.ä.) ersetzt oder in deutlich eingeschränktem Umfang realisiert. Die Festlegung der ausgewählten Bundeskader erfolgt in den nächsten 2-3 Tagen in Abstimmung mit dem jeweiligen Spitzenverband.

Für die Nutzung der sportartspezifischen Trainingsstätten im SLZ gelten die gleichen Empfehlungen an die Landesfachverbände wie oben beschrieben.

Präsidium und Vorstand sind der Auffassung, dass der Sport in Niedersachsen schnell und aktiv handeln muss, um seinen Beitrag dazu zu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wir teilen die Auffassung der Bundes- und der Landesregierung, dass in dieser schwierigen Phase das Freizeitverhalten jedes und jeder Einzelnen überdacht werden muss und Sozialkontakte möglichst zu vermeiden sind. Die Entscheidung für die ausgesprochene Empfehlung ist uns sehr schwer gefallen, da gerade der Sport eine tragende Säule des sozialen Miteinanders in unserer Gesellschaft ist. Da aber gerade in der gemeinsamen Sportausübung und in dem sozialen Miteinander im Sportverein aktuell besondere Risiken für eine Erkrankung mit dem Coronavirus liegen, haben wir uns mit voller Überzeugung für diese einschneidende und eindeutige Empfehlung entschieden. Einige Landesfachverbände innerhalb des LSB haben bereits entschieden und innerhalb ihrer Mitgliedsvereine kommuniziert, dass der Wettkampfbetrieb ab sofort eingestellt wird. Zahlreiche Sportveranstaltungen sind bereits abgesagt worden. Wir halten es für erforderlich, dass der Sportbetrieb auch innerhalb der Sportvereine in den nächsten Wochen ruhen sollte und es damit  ein einheitliches Handeln innerhalb des Sports in Niedersachsen gibt. In zahlreichen Gesprächen in diesen Tagen mit Vertretern von Sportvereinen, Landesfachverbänden und Sportbünden ist deutlich geworden, dass genau dieses einheitliche Handeln dringend geboten ist.

Unsere Empfehlungen an die Mitgliedsvereine und-verbände sowie die für den LSB selbst beschlossenen Maßnahmen sind von weitreichender Bedeutung für den Sport und weit darüber hinaus. Wir sind uns der Tragweite unserer Empfehlungen und Beschlüsse bewusst, halten sie aber für unverzichtbar und bitten Sie gleichzeitig um Verständnis.

Über Empfehlungen und Beschlüsse, die über den 19.4.2020 hinaus wirken, wird der LSB die Sportorganisation rechtzeitig informieren.
Quelle: Landessportbund